Die Ausgrabung
Um Spuren der Eisenverhüttung zu dokumentieren wurde in der Gemeinde Kohfidisch ein Grabungsschnitt von etwa 5x5 m angelegt. Dieser wurde auf Grund einer vorangegangenen geophysikalischen Prospektion (Magnetik) eingemessen und es konnte schon losgehen! Das Grabungsteam bestehend aus der Grabungsfirma ArchaeoPerspectives (www.archaeo-perspectives.at) und der Projektleiterin Manuela Thurner verbrachte 10 Tage damit das Geheimnis der "Eisenopale" zu lüften.
BDA
Für eine Ausgrabung brauchen ArchäologInnen einen Masterabschluss und ein Konzept. Dieses wurde vorgelegt und der "Grabungsbescheid", also das behördliche OK, erteilt.
Prospektion
Um magnetische Anomalien im Boden festzustellen wurde eine Geomagnetik von der Firma GeosphereAustria im Vorfeld durchgeführt.

Ausgrabung
Die Ausgrabung dauerte 10 Tage und wurde von der Grabungsfirma ArchaeoPerspectives durchgeführt.
Unterstützung
Unterstützt wurde das Projekt von der Gemeinde, dem Gemeinderat und seinen Mitgliedern sowie der Grundbesitzerin. Allen gebührt großer Dank für das Vertrauen und die Unterstützung.
Montag
21.7.
Geomagnetik und Vermessung der Fläche
Im Vorfeld wurde eine geomagnetische Prospektion im Bereich der Verdachtsfläche durchgeführt. Das Ergebnissbild zeigte eindeutige magnetische Anomlien (also stark magnetische Bereiche) die auf einen Ofen, Schlacke oder ähnliches aus der Metallverarbeitung hindeuten.
Auf dieser Grundlage wurde die Grabung geplant. Am ersten Tag wurden die Fläche eingemessen, der Oberboden (also der Waldboden) entfernt und erste Funde aus der Hummus-Schicht geborgen.

Mittwoch
23.7.
Oberbodenabtrag, erste Funde
Nachdem die oberste Schicht, also der Waldboden, abgetragen wurde traten auch (neben sehr viel Schlacke) die ersten Fundstücke zutage. Es handelte sich dabei um Düsenfragmente, also Stücke der "Düse" welche in den Öfen eingebaut war um die Luftzufuhr zu regeln.
Gegraben wurde mit Schaufel, Kelle, Spaten und einem sogenannten "Oni".

Freitag
25.7.
Vermessen, dokumentieren und erster Ofen gefunden!
Die letzten beiden Wochentage wurden damit verbracht weiter Schicht für Schicht alles abzutragen und mögliche Öfen oder Strukturen freizulegen.
Am Freitag war es dann endlich soweit - wir haben die erste Ofengrube gefunden! Vermutlich handelt es sich dabei um eine sogenannte "Ausheizgrube".
Ausheizgruben oder ein Ausheizofen wurden zur Nachbearbeitung der Luppe verwendet. Durch diesen Fund wussten wir - der Ofen kann nicht weit sein!


Ofen 2 und Ofen 3 entdeckt
Nach 2 weiteren Grabungstagen stießen wir am insgesamt 7 Grabungstag auf 2 Strukturen die sich nach akribischer Ausgrabung als Ofenanlagen herausstellten. Beide Öfen waren etwa 30-40 cm tief und wiesen einen Durchmesser von 30 cm auf. Im Umfeld der Öfen wurde viel Holzkohle - und wie immer auch Schlacke und Düsenbruchstücke gefunden.
Dienstag
29.7.

Ofen 4 und Ofen 5 entdeckt
Direkt östlich der Öfen 2 und 3 zeichneten sich Strukturen ab die wir jedoch erst nach Dokumentation der umliegenden Bereiche beginnen konnten. Und siehe da - noch 2 Öfen die ähnlich wie den beiden Vorgängern ebenfalls teilweise erhalten waren. Innerhalb von Ofen 4 wurden auch Reste der Eisenverhüttung, also des Schmelzvorganges entdeckt und fachgerecht geborgen.
Donnerstag
31.7.

Enddokumentation und Sichern der Fundstelle
Am letzten Tag wurde noch einmal alles mit Drohne und 3D-Scan dokumentiert. Anschliessend wurde die Fundstelle wieder zugeschüttet um die darunterliegenden Öfen zu schützen und für weitere Forschungen zu sichern. Wir sind gespannt was die weitere Auswertung der Funde, die Analyse im Labor usw. noch spannendes zutage fördert!
DANKE CSATERBERG <3